Keine Immobilien auf dem Lande mehr

Immobilien in ländlichen Regionen verlieren an Bedeutung, wie kürzlich der Landesverband der freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen betonte. Die ländliche Idylle, die einst so beliebt war, ist heute nicht mehr zeitgemäß. Grund sind fehlende Infrastrukturen und die damit verbundenen Kosten. Aufgrund häufiger Überlandfahrten und höherer Kosten beim Heizen der Häuser auf dem Lande, schrecken viele vor deren Kauf zurück.

Insbesondere junge Menschen folgen mit ihrer Wohnung dem Arbeitsplatz. Sie legen großen Wert darauf, dass Arbeit, Freizeitmöglichkeiten und Co. möglichst nah beieinander liegen. Gerade die ländlichen Regionen der neuen Bundesländer, wie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden deshalb künftig keine Hauskäufer mehr anziehen.

Zwar haben die Regionen um Leipzig und Dresden bezüglich des Wachstums nahezu mit den alten Bundesländern gleich gezogen, doch wird sich vermutlich dieser Trend nicht mehr fortsetzen. Die beiden Großstädte in Sachsen liegen aktuellen Zahlen zufolge gleichauf mit Städten wie Frankfurt, Düsseldorf oder Mainz. Bei den Bürogebäuden könnten laut dieser Statistiken gar höhere Renditen als in den alten Bundesländern erzielt werden.

Allerdings wird der Wohnraum knapp. Attraktive Wohnungen zu finden, gestaltet sich als immer schwieriger und wird damit nicht so ohne Weiteres möglich sein. Zwar gibt es teils massive Leerstände und das seit Jahren, doch gerade diese Wohnungen sind heute kaum noch vermietbar. Denn sie entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, die die Menschen an ihre Wohnungen stellen.

Dass die Lage auf dem Lande sich als prekär erweist, zeigen viele Beispiele großer Häuser, die einst gebaut wurden, heute aber kaum noch zu verkaufen sind. Wie sich die weitere Entwicklung gestalten wird, bleibt abzuwarten.